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Gery’s Anti Wasserguide! – Wie Ihr euer Modellauto „Wasserdicht“ macht

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Artikelgrafik - How-To: rc car wasserdicht machen

Mit diesem Guide möchten wir zeigen wie Ihr euer Modellauto bzw. RC-Car und seine Komponenten gegen Wasser beständig macht und schützt. Alle Angaben sind natürlich ohne Gewähr und natürlich erlischt der Garantieanspruch!

Klar man könnte von vornherein teure wasserdichte Komponenten kaufen, aber wer Modellbauer ist, der macht das gerne selber und spart sich in Folge Geld. Natürlich kann das auch in die Hose gehen und der Fahrtenregler verabschiedet sich auf den Elektronikfriedhof 🙂  Im folgenden versuche ich die gängigsten Methoden zusammenzufassen. Die Schritte habe ich soweit wie möglich per Foto festgehalten.

Es gibt viele Produkte die Wasserbeständigkeit usw versprechen. Ich habe 3 davon gestestet.

  1. PLASTI DIP
    2012-12-19 11.35.13Das erste Produkt ist Plastidip. ca 20€. Die Anwendung ist sehr einfach. Dose Schütteln, Deckel auf, Objekt dippen und dann 3-5 Stunden trocknen lassen. Anschließend den z.B. Servozahnkranz wieder freischneiden und fertig! Eventuelle Löcher könnt Ihr auch mit einem Pinsel ausbessern. Wichtig ist es richtig austrocknen zu lassen. Jede Art von Feuchtigkeit ist der 100% Tod für die Elektronik.
  2.  

  3. WET. PROTEKT
    5Ein weiteres ist WetProtect ca.16€.
    Sprühen trocknen lassen fertig. Optimale Ergebnisse konnte ich aber leider nicht erzielen. Spritzwasser in kleinen Mengen ja aber kompletter Schutz ist es eher nicht. Es eignet sich eher dafür das wenn mal was feucht geworden ist, um das Wasser aus der Schaltung zu vertreiben.
  4.  

  5. FETT
    FettAls 3. im Bunde wäre da Fett ca. 10€. Ich habe einfaches Molybdenfett genommen. Viele schwören aber auf „Marine Grease“ weil es Wasserbeständiger ist. Wollte ich aber für den Versuch nicht extra ordern. Fett eignet sich auch super zum temporären abdichten der Servos wenn ihr nur mal eine Ausfahrt im Schnee/Regen machen wollt. Dazu müsst Ihr einfach das Servo an den Kabelausgängen, allen Ritzen und im Getriebe mit Fett beschmieren. Vorteil: es geht schnell und hält für eine Ausfahrt – Nachteil: Schmutz und Staub bleiben definitiv daran hängen, sodass der Reinigungsaufwand nachher höher ist.

Anwendungsbeispiele

Fahrtenregler wasserdicht machen mit Plasti Dip

Hier habe ich es am Beispiel meines Reglers mal vorgeführt. Mein Regler ist der Castle Mamba Monster. Diesen habe ich aus meinem Modell ausgebaut und mir ein passendes Behältnis gesucht um den Regler nachher richtig „einzudippen“.

Dann habe ich meine „Dippform“ mit Plastidip gefüllt, und den Regler bis an die Kühlrippen eingetaucht. Beim rausheben habe ich das, von mir als zu viel empfundene Plastidip, mit einem Pinsel abgestriffen.

Anschließend wurde der Regler zum trocknen und abtropfen in einen Behälter gehängt. Ich habe nach ein paar Tests feststellen müssen, dass so ein Eimer nicht die beste Lösung ist, da sich die Lösungsmittel, die beim trocknen ausdampfen am Boden halten, und nicht entweichen. Die Trocknungszeit erhöht sich um ein vielfaches! Ich denke ein Aufhängen sodass Luft vorbeiströmen kann, mit einem Tropfschutz darunter ist wohl das optimale.

Habe die Platine letztendlich 3Tage hängen lassen.

Nach der Trocknung habe ich die Platine dann einfach wieder in das Gehäuse verfrachtet. Das hat ohne Probleme geklappt. Nach dem eintauchen ist die flüssige Gummischicht sehr dick und ich hatte befürchtet das die Platine nicht mehr in das Gehäuse passt. Diese Angst hat sich als unberechtigt erwiesen. Die Gummierung ist,nachdem diese trocken ist, sehr dünn.

Eine 100%ig dichte Lösung gibt es bei Reglern in der Regel nicht. Zumindest habe ich keine gefunden, die auch die thermischen Probleme mit berücksichtigt. Da man den Kühler ja immer braucht und der nicht wirklich dicht zu bekommen ist. Diese Lösung mit Plastidip, richtig angewendet, macht den Regler aber in jedem Fall Spritz- und Tauwasserfest.


Abdichten der Servos

Neben den Versuchen mit meinem Regler habe ich auch meine Servos gedichtet. Auch hierfür gibt es Lösungen wie Sand am mehr. Zum einen wäre da das temporäre Dichten mithilfe von „Marine grease“ oder die pure Plastidipmethode, bei der aber der Zahnkranz immer eine Stelle bleibt, in die das Wasser eindringen kann. Ich habe versucht die Besten Methoden miteinander zu kombinieren. Die Mischung aus abdichten des Zahnkranz, mit Hilfe von Fett, und die Plastidipmethode bringen bei mir zumindest 100% Wasserdichtigkeit.

Hier jetzt im folgenden die Vorgehensweise:

Ich habe die Servos aus meinem E-Revo gebaut, und gesäubert. Auch habe ich eine Schlinge ins Kabel gemacht, um die Servos nachher besser zum trocknen aufzuhängen.

Anschließend habe ich das Gehäuse, durch lösen der 4 Schrauben auf der Unterseite, geöffnet. Dann kann man, durch vorsichtiges ziehen an der Gehäuseoberseite, das Servogetriebe freilegen, und schön reichlich mit Fett einschmieren. Anschließend den Deckel wieder drauf und die Schrauben wieder anziehen. Das überschüssige Fett dann wegwischen und den Servo nochmal komplett säubern damit das Plastidip auch hält.

Nachdem ich das bei beiden Servos gemacht habe, habe ich mir das Plastidip geschnappt und die Dose erstmal ordentlich geschüttelt. Jetzt habe ich ein Servo nach dem anderen eingetunkt und langsam wieder rausgefischt. Dann hab ich die Servos zum trocknen aufgehängt. Nach der Trocknung habe ich dann noch den Zahnkranz für der Servohorn frei geschnitten und fertig!

Zum testen habe ich einen Servo an den Empfänger angeschlossen, und in ein Glas mit Wasser getaucht. Nach 3 Minuten Tauchgang hat das Servo noch funktioniert und hat den Test somit bestanden.

Ich hoffe ich konnte Euch mit diesem Guide ein wenig helfen und freue mich über Feedback oder Fragen!

Alle hier gezeigten Tipps und Vorschläge erfolgen ohne Gewähr und unter Ausschluss jeder Haftbarkeit. Ausprobieren des Gezeigten erfolgt auf eine Gefahr! Es wird keine Garantie übernommen, dass eventuelle Angaben stimmen. Ich bin weder Profi noch für irgendeinen Hersteller tätig, sondern teile hier lediglich meine Erfahrungen mit, die ich selbst im Rahmen meines Hobbies gemacht habe. Jeder ist selbst für die korrekte Handhabung verantwortlich. Die Befolgung der hier gezeigten Tipps und Vorgehensweisen geschieht auf eigenes Risiko!

Einen 100% Wasserschutz gibt es nicht!!!

Max B.

Die wirklich guten Fahrer haben die Fliegen auf den Seitenscheiben!

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Autor: Max B.

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