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Scaleart Scaledrive 8×8 Scale Trial Truck – Baubericht Teil 1/2

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Ich kenne die Firma Scaleart, da ich nicht nur Scaler fahre, sondern auch Funktionsmodelle besitze. Scaleart ist in der Szene der Funktionsmodelle eine Größe, wenn es um den realistischen Nachbau eines LKW´s bzw. um Baumaschienen geht. Seit geraumer Zeit gibt es die Marke Scaledrive dieser Modellmanufaktur. Scaledrive basiert auf den Erfahrungen der Scaleartmodelle und ist die „preisbewusste“ Modellschiene.

Im Dezember habe ich Scaledrive angeschrieben. Ich äußerte die Bitte, mich bei meinem Vorhaben zu unterstützen. Als Scaler und Funktionsmodellbauer wollte ich die zwei Sparten des Modellbaus zusammenführen und damit an diversen Scale- und Truck Trial Bewerben teilnehmen. Freundlicherweise gefiel mein Vorschlag mich zu unterstützen dem Hersteller. Nach ein paar Wochen der Planung und Rücksprache mit den netten Mitarbeiter-innen war ich bereit zu bestellen.

Scaledrive 8×8 – ScaleTRIAL Bausatz

Die Bestellung:

Ich habe vor einen 8×8 mit Scaledrive Bauteilen zu bauen. Genau gesagt wollte ich eine Variante mit kurzem Rahmen (544mm) und geringem Radstand bauen (Bild im Anhang). Das Fahrerhaus werde ich später aussuchen, da ich erst ermitteln muss wie breit die Spur ist und unter welches Fahrerhaus die Reifen passen. Wünschen würde ich mir einen Mercedes Arocs von Bruder.
Am selben Tag der Bestellung (15:00 Uhr) wurde diese verpackt und dem Paketlieferanten übergeben. Wie immer ungeduldig verfolge ich die Lieferungen im Internet und war sehr erfreut, als das Paket schon 2 Tage später (von Deutschland nach Österreich) geliefert wurde.

Teileliste

Scaledrive 8x8 - ScaleTRIAL Bausatz

  • Scaledrive:
    • 71000303 Rahmen Set 544mm
    • 71000310 Blattfeder Set – 2 Stück
    • 71000311 Pendelaufhängung
    • 74000401 Vorderachsdifferential – 2 Stück
    • 74000400 Hinterachsdifferential – 2 Stück
    • 74000402 Durchtriebset – 2 Stück
    • 74000421 Kardanwellen – 3 Stück
    • 74000420 Kardanwellen – 2 Stück
    • 71000312 Servo Einbausatz
    • 71000314 Achsanlenkung
    • 74000403 Vorgelege Set – 4 Stück
    • 74000412 Differentialsperre – 4 Stück
    • 74000410 Schaltgetriebe
    • 74000408 Beadlockfelgen von Scaledrive
    • 74000409 Radnabe für Singelbereifung
  • Karosserie
    • Bruder 03623 – MB Arocs Halfpipe Kipp-LKW
  • Reifen
    • SDI Truck Doctor 1.9
  • Elektronic
    • Novak Goat 2S Brushless
    • Savöx Digit SC-1257 TG Servo
    • Futaba 4PK-2.4G Super R

Die Grundlage des Bausatzes:

Scaledrive 8x8 - ScaleTRIAL Bausatz - LieferumfangDer Bausatz wird in einzelnen Baugruppen geliefert. Jeder dieser ist in einer eigenen Verpackung geschützt geliefert geworden. Schrauben, Muttern, Zahnräder usw. sind zudem in kleinen Tüten verpackt. Die beiliegende Beschreibung ist in Farbe und zwei Sprachen – Deutsch und Englisch. Einzelne Bauteile sind in Originalgröße abgebildet, was das Finden leichter macht und ein Verwechseln der Teile verhindert. Zudem hat jedes Teil eine Nummer und ist in einer Teileliste mit Maßen aufgelistet. In allen Verpackungen der Baugruppen mit beweglichen Teilen, ist zudem genügend Schmiermittel beigelegt. Für unüblich kleine Schrauben gibt es auch eigene Werkzeuge welche beigestellt sind.

Bau des Trial Truck 8×8 von ScaleDrive

der Anfang – der Rahmen:

Ich habe mich entschlossen mit dem Bau des Rahmens zu beginnen. Der Rahmen wird in einer Kunststoffröhre geliefert wie ich es von Planrollen kenne. Diese schütz diesen beim Transport. Von Seiten des Herstellers gibt es die Rahmen in verschiedenen Ausführungen. Je nach gewünschtem Modell (4×4, 6×6, 8×8) gibt es mehrere Längen von Rahmen. Meine bestellte Länge – 544mm ist die kurze Version für einen 8×8 oder auch die lange Version für einen 6×6. Bei diesem Rahmen gibt es auch 2 Varianten mit unterschiedlichen Achsabständen, welche realisiert werden können.

Der Rahmen selber besteht aus zwei mit sehr vielen Löchern vorgebohrten Alu-U-Profielen, welche schwarz eloxiert sind. Der Abstand der zwei Rahmenteile ist beim Bau einstellbar, damit man auf die zahlreichen erhältlichen Fahrerhäuser reagieren kann. Bei den Schrauben handelt es sich um DIN-Schrauben. Zum Teil sind die Bohrungen in den Rahmenteilen bereits mit einem Gewinde versehen. Die 4 Traversen bestehen ebenfalls aus Alu und sind schwart eloxiert. Für mich ungewoht war das Arbeiten mit M2 Schrauben, welche zahlreich vorkommen. Diese Größe ist für die Optik des Fahrzeugrahmens zwar förderlich, doch für meine Finger eine Herausforderung. Auf selbstsichernde Muttern wurde von ScaleDrive bewusst verzichtet. Darum war ein mittelfester Schraubensicherungslack ein ständiger Begleiter beim Aufbau. Von meiner Seite her gestalltete sich der Bau des Rahmens ohne Probleme. Es musste weder entgratet noch nach gebohrt werden. Alle Teile waren Passgenau und gut beschrieben.

Was sich im Späteren Verlauf des Aufbaus herausstellte war, dass man bereits beim Aufbau des Rahmens die hintere Pendelei und die Aufnahme der Servos mitbauen sollte. Es war nicht schlimm, aber durch mein mangelhaftes lesen der Anleitung war ich später gezwungen so manche Schraube nochmals zu öffnen und oben genannte Baugruppen einzufügen.

die Achsen:

Der nächste Schritt mussten die Achsen sein. Meines Erachtens das Herzstück jedes Fahrzeug. Scaleart sellt verschiedene Arten von Achsen her. Die von mir bestellte Variante von Scaledrive ist eine Kunststoffachse. Der Glasfaserverstärkte Kunststoff der Achsschalen ist mir lieber als Aluaschen, da er sich auf Fels und Stein nicht so verhackt. Normalerweise werden diese als nicht gespreete Achsen ausgeliefert. Nach Rücksprache mit dem Hersteller (an dieser Stelle nochmals Lob an den Support!) wurde mir mitgeteilt, dass es auch Sperren gibt. Diese sind im Webshop nicht erhältlich, können aber mit der Bestellnummer 74000412 geordert werden. Eine schaltbare Differenzialsperre gibt es bis dato nicht. Wenn man dies wünscht muss man auf die Scaleartachsen zurückgreifen. Doch bei meinem Vorhaben ist dies nicht von Nöten. Zudem gibt es optional ein Durchtriebsset und ein Vorlegegetriebe, für welches ich mich entschieden habe. Auch auf die Gefahr hin, dass das Fahrzeug dann sehr langsam wird. Mitgeliefert werden zudem verschiedene Mitnehmer für klassische Felgen (z.B. Scaleart und Tamiya) aber auch mit Sechskantmitnehmern für Scalerfelgen. Die Untersetzung der Achsen ist standardmäßig 2,67:1 und mit Vorlegegetriebe 5,67:1. Die Achsen sind 10-fach kugelgelagert, das Vorlegeset zudem noch 4-fach. Alle Zahnräder sind entweder aus Bronze oder aus Stahl, was einen sehr wertigen Eindruck macht. Die Schrauben und Wellen sind aus rostfreiem Stahl. Die Achsen können in zwei unterschiedlichen Spurbreiten aufgebaut werden, passend zu Scaleart, Wedico, Tamiya oder Bruder.

Der Zusammenbau beginnt mit den Innereien. Der Aufbau der Achse Besteht bei mir aus drei Sets. Die Achse selber, die Differenzialsperre und das Vorlegeset. Die erste Aufgabe besteht darin, die gesperrten Differenziale aufzubauen. Dabei sollte man genauestens auf die Drehrichtung der Achsen achten. Da dies aber in der bebilderten Anleitung steht, kein Problem. Aufgefallen ist mir das Nadellager, welches in der Mitte der Antriebswellen verbaut wird. Dies ist meiner Meinung nach eine vernünftige Lösung! Standardmäßig sind auch CVD´s dabei, welche einen Lenkeinschlag von 42 Grad werkseitig zulassen. Ob ich noch mehr brauche und versuche herauszuholen, weiß ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Dies werden die ersten Tests zeigen.

Der Antriebsstrand der Achse wird in die zwei Halbschalen der Achse verbaut. Diese zwei Schalen werden miteinander verschraubt, bzw. mit dem Vorlegegetriebe verbunden. Differnzialdeckel verschließen diese Einheit. Die unterschiedlichen Spurweiten werden mittels unterschiedlich langen Endstücken erzeugt. Dies muss zu diesem Zeitpunkt entschieden werden. Die Lenkhebel bestehen auch aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Wie stabil diese sind wird sich zeigen, aber auf den ersten Eindruck hin sollten diese den Belastungen gewachsen sein.

Die Achsen laufen vom ersten Moment an absolut Spiel-, Geräusch- und Wiederstandsfrei. Kein ruckeln, kein Wackeln nur ein leichtgängiges drehen. Da zeigt sich die Verwandtschaft mit dem großen Bruder Scaleart.

die Aufhängung:

die Vorderen zwei Achsen werden mittels Blattfedern und die hinteren Achsen mittels einer Pendelei und Blattfedern montiert. So wie auch bei den Originalen, welche es auf Baustellen zu sehen gibt. Beide Sets kommen in der mittlerweile gewohnten Qualität und der guten Beschreibung geliefert. Zum Zusammenbau gibt es nicht viel zu sagen, einfach der Anleitung folgen. Die hintere Pendelei ist eine Dreipunkt Anlenkung pro Achse. Hier dienen die Blattfedern nicht zur seitlichen Führung der Achse. Vorne tragen die Blattfedern die Achsen und halten diese auch auf Position. Es gibt sowohl an der Pendelei als auch an der Aufhängung vorne die Möglichkeit verschiedene Bodenfreiheiten (Aufbauhöhen) zu realisieren. Auch hier wieder von Scaledrive konsequent auf Variabilität wert gelegt.

Doch eines muss noch gesagt werden: die Blattfedern kommen in einem vorgelaserten Blech aus Titanbronze. Jedes Einzelteil beschriftet und absolut beeindruckend in der Qualität. Liebe Leser, das ist der Zeitpunkt wo man merkt, warum man das Mehrwert nennt. Eine Freude diese Teile zu verbauen. Auch wenn es später niemand sehen oder merken wird, ich weiß es und freue mich darüber.

der Antriebsstrang:


as Herzstück dieses ist mit Sicherheit das Getriebe. Anfangs war ich mir nicht sicher ob ich auf gewohnte Produkte aus dem Scalebereich zurückgreifen sollte. Habe mich aber dann doch umentschieden und bin heute froh darüber. Auch das Getriebe, welches sich vom Platz her sehr gut in den Rahmen einfügt kommt in der Qualität, welche man sich erwartet. Es mag nicht das günstigste Zweiganggetriebe auf dem Markt sein, aber mit Sicherheit eine sehr gute Wahl. Alle belasteten Teile sind in Metall gefertigt. Im Vergleich zu Tamiya Getrieben einfach auf einen anderen Level wenn es um Passgenauigkeit und Leichtgängigkeit geht. Die Gänge lassen sich „butterweich“ schalten. (Bild)

Technisch betrachtet handelt es sich um ein Zweiganggetriebe mit einer Untersetzung von 1:17,3 und 1:4,92. das Verteilergetriebe, welches gleich mit dazugehört in diesem Set, ist 1:1 übersetzt. Wie auch bei den Anderen Bauteilen wieder ein glasfaserverstärktes Kunststoffgehäuse, belastete Teile alle aus Stahl, Lagerschild aus Alu und sehr viele Kugellager. Ausgelegt ist es für Motoren der Baugröße 540-er. Auch eine Montagevariante für Faulhabermotoren ist dabei. Ich habe mich entschlossen den altbewährten Novak Goat 2S Brushlassmotor mit 21 Turns zu verbauen. Da weiß ich was ich habe und das ich mir nie Sorgen machen muss. Das Teil lässt Dich nur im Stich, wenn Du es verpolt ansteckst. Der Motor wird mit einem Zahnriemen mit dem Getriebe verbunden, was für Laufruhe und Vibrationsfreiheit sorgt.

Beim Aufbau ist es möglich das Verteilergetriebe direkt an das Untersetzungs-schalt-Getriebe zu montieren oder diese getrennt am Rahmen zu befestigen. Letzteres empfiehlt sich beim Bau eines 6×6 oder 8×8. Wieder ein Beispiel für den Variantenreichtum der Bauteile von Scaledrive. Verbunden werden die einzelnen Getriebe und die Achsen mit den Stahlkardanwellen. Diese gibt es in zwei Ausführungen – kurz und lang. Beide Versionen lassen sich ganz einfach, mit dem Kürzen des Vierkantstabes, auf die gewünschte Länge anpassen.

die Anlenkung:

Die beiden vorderen Achsen und das Schaltgetriebe lassen sich mittels des Servoeinbausatz und des Achsanlenkungssets mit einem Servo zum Lenken und einem Servo zum Schalten bedienen. Das Servomontageset wird im dem Rahmen verbaut und bietet eine Aufnahme für beide Servos.

Das Achsanlenkungsset dient dazu, dass die zweite Achse mit der ersten gemeinsam lenkt. Es handelt sich dabei um eine ausgeklügelte Hebeltechnik, damit die Lenkeinschlag der Achsen auch stimmt. Bei einem Fahrzeug mit mehreren gelenkten Achsen muss die vordere Achse immer mehr einlenken als die Hintere.

Ich habe mich für Savöx SC 1257 TG Servos entschieden, da diese unter widrigsten Bedingungen trotzdem laufen. Egal ob nass, verdreckt oder der Servohebel eingeklemmt ist, das Servo verzeiht alles. Selbst nach Jahren des harten Einsatzes geht das Titangetriebe nicht kaput. Bei diesem Produkt stimmt meiner Meinung nach das Preis-Leistungsverhältnis.

das Fahrerhaus:


Da ich vorhabe, den 8×8 im wöchentlichen Einsatz bei unseren Trainings im Team modify einzusetzen, habe ich mich für die günstigste Variante eines Fahrerhaus entschieden. Ich habe einen MB Arocs Halfpipe Kipp-LKW gekauft, diesen zerlegt und zerschitten, bis er auf das Fahrgestell passt. Das Bruderfahrerhaus ist preiswert, hat einen vollwertigen Innenausbau, klare Scheiben bei den Vorderlichtern, die Türen lassen sich öffnen und ist durchgefärbter Kuststoff (was sich bei Kratzen bemerkbar macht) und leicht. Die Front habe ich mit 4 LED´s aufgewertet.

Bezugsquelle & Kontakt

ScaleART OHG
D-67165 Waldsee, Schillerstr. 3-5 oder Fechtner Modellbau Shop

Produktlink: www.scaleart-shop.de/ScaleDRIVE

Im zweiten Teil meines Bauberichtes möchte ich über Fahrerhäuser, verschiedne Reifen- und Felgenvarianten, Möglichkeiten der Verbesserung, Tuning, erste Erfahrungen und Testfahrten, optimieren von Lenkeinschlag und ähnliches berichten. Dazu aber später mehr – ich will jetzt testen gehen!

Patrik Solerti

Patrik Solerti

Bin fasziniert davon, wenn Gedanken und Ideen aus der Theorie in der Praxis funktionieren. Hasse den Spruch: Das geht nicht.
Bei Modellen ist mir der Spielwert am wichtigsten, darum Funktionsmodellbau und Scalen.

Teamdriver: Team Modify, Scaledrive, Gery’s Modellbau Blog

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Autor: Patrik Solerti

Bin fasziniert davon, wenn Gedanken und Ideen aus der Theorie in der Praxis funktionieren. Hasse den Spruch: Das geht nicht.
Bei Modellen ist mir der Spielwert am wichtigsten, darum Funktionsmodellbau und Scalen.

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